Koblenz - Über 5000 Meldebehörden haben sich miteinander vernetzt, um Daten untereinander ausschließlich auf elektronischem Weg auszutauschen. Pünktlich zum Jahresbeginn 2007 starteten sie mit der elektronischen Datenübermittlung. Softwareanbieter wie mps und bos haben damit einen Meilenstein gesetzt.
Die Premiere ist erfolgreich verlaufen, berichtet die OSCI-Leitstelle in Bremen. Digitalen „Meldungen“ ersetzen seit Anfang 2007 alle alten Verfahren.
Die beteiligten Unternehmen, darunter mps public solutions gmbh als Software-Ausstatter der Meldebehörden - und bremen online services GmbH & Co. KG als Entwickler der Middleware für Intermediäre, haben mit der Einführung der automatischen Datenübertragung per OSCI einen Meilenstein gesetzt. Der Start des neuen Systems ist trotz anfänglichem Anpassungsaufwand als erfolgreich zu bewerten.
Zur Abwicklung des Nachrichtentransports wird bei Intermediären die Sicherheitsmiddleware Governikus von bremen online services (bos) eingesetzt. Es hat sich gezeigt, dass Governikus auch unter schwerster Last einwandfrei arbeitet. Zum Teil gingen bei den Intermediären mehr als 300 Meldungen gleichzeitig ein, die problemlos abgearbeitet werden konnten. Governikus arbeitet wiederum bei Meldebehörden mit der dortigen EM-Software zusammen, z.B. mit mpsEM. Das in mpsEM integrierte Transport-Modul mpsTS wurde kürzlich „Governikus-zertifiziert“. Die Entwicklung erfolgte in enger Abstimmung mit bos.
Der digitale Datenaustausch ist nur eine von vielen Modernisierungen im Meldewesen und bei Behörden generell. Nach der Vernetzung aller deutschen Meldeämter ist z.B. auch die Anbindung anderer Behörden zur Übermittlung von Meldedaten geplant, denn die Melderegister mit Einwohnerdaten sind Informationssystem für eine Vielzahl staatlicher Stellen, zum Beispiel für Finanzämter, Kreiswehrersatzämter und Polizeidienststellen.



